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Meinungen

Peter-Harry am 10:45 Uhr 04.1.2012 :
Astreiner Blog, einfach super und total gut ge

Franz-Heinz am 22:02 Uhr 02.1.2012 :
Schöner Seitenaufbau und sehr viel Information,

daniel am 12:14 Uhr 01.1.2012 :
Ich finde den Aufbau eurer Seite spitze und die

EFA Medien

02.12.2011, von Gaspare

Am Ende war es das Geld, das nicht mehr reichte. EFA Medien, der größte deutsche Independent Vertrieb, tat das, was viele schon vor ihm getan hatte: Er meldete Insolvenz an. efamedien Zu hoch die Außenstände, zu gering die Umsätze, zu aussichtslos die Chancen, die Forderungen seiner Gläubiger befriedigen zu können. Mit dem Gang zum Konkursgericht endete die 18 Jahre währende Geschichte einer Firma, die das deutsche Musikgeschäft maßgeblich mitgeprägt hatte: Punk und Wave, Indie und Alternative - hier hatten plötzlich Labels eine Chance, die im Mainstream der großen und dominierenden Vertriebsfirmen nie überlebensfähig gewesen wären. Gegründet im Wundschatten der legendären Band Tone Steine Scherben und mit vielfältigen Kontakten in die Hausbesetzerszene ausgestattet nutze das Unternehmen all seine Möglichkeiten, um jene Musik zu promoten und zu vertreiben, die ein Stück Protest, aber auch Alterativkultur verkörperte. Spätestens mit Beginn der neunziger Jahre, als sich endgültig die elektronische Musik durchsetzte, fand auch diese Richtung bei EFA Medien eine Heimat. Das Unternehmen kooperierte mit kleinen Märkten, mit Plattenläden, um den Vertrieb anzukurbeln. Parallel versuchte es, Künstler in den Charts zu platzieren, um die nötigen Finanzen zu erwirtschaften. Es nahm auch kleine Labels unter Vertrag, Labels, die oftmals nur zwei oder drei Veröffentlichungen pro Jahr realisierten. Doch es eröffnete diesen damit die Chance, überhaupt Gehör zu finden. Letztlich war es um die 200 Labels im In- und Ausland, die durch die Firma betreut wurden. Die Ursachen der finanziellen Probleme sind ein Mix aus verschiedenen Problemen. Zum einen schritt die Konzentration auch im Musikgeschäft immer weiter voran. Kleine Plattenläden, wo der Kunde einst jedes Produkt suchen und durch sachkundige Händler beraten auch ordern konnte, verschwanden. Auf der anderen Seite betrieb das Unternehmen selbst eine Politik, die beim besten Willen so nicht durchzuhalten war. Eine übertriebene Expansion tat dann ihr übriges. So kündigte sich schließlich über Monate an, was 2004 zur bitteren Gewissheit wurde: Das Unternehmen war nicht überlebensfähig. Einzelne Labels hatten rechtzeitig reagiert und vorab die Firma gewechselt. Andere wurden mit in den Strudel gerissen und hatten am Ende ebenfalls keine Chance. Nicht zuletzt waren es die Arbeitsplätze von etwa 50 Mitarbeitern, deren Verlust letztlich zu beklagen war.

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